Hangout on Air zur Zukunft des Lokaljournalismus

Unter dem Titel „Zukunft des Lokaljournalismus“ veranstalten wir dosentelefon.eu-Blogger unseren ersten Hangout on Air am Montag, 4. Februar 2013, 19 Uhr.

Hangout "Zukunft der Lokalzeitung"

Wir freuen uns auf unsere drei Gäste, mit denen wir über die Zukunft des Lokaljournalismus sprechen:

Für fast alle von uns ist es der erste Hangout on Air. Wir sind gespannt! Als technischer Leiter steht uns Hangout on Air-Profi Hannes Schleeh zur Seite. Er betreut während des Hangouts on Air die Social Media-Kanäle Twitter und Google+. Unser Hashtag, dessen Urheber Sascha Borowski ist, lautet #lokaltalk. :-)

Die URL zu unserem Hangout heißt: schau.in/lokaltalk

 

>> Zum “Erfahrungsbericht zum Hangout on Air “Zukunft des Lokaljournalismus” – #lokaltalk” (05.02.2013)

7 Gedanken zu „Hangout on Air zur Zukunft des Lokaljournalismus

  1. Supi. Wieder ein HOA-Format mehr. Das wir immer besser. Bin gespannt auf die Runde. Die sollte sich auch das Bonner Blättchen namens General Anzeiger mal anschauen ;-)

  2. Durch Zufall entdeckt, super! Ist notiert. Bin gespannt! Würde mich freuen, wenn vielleicht auch ein Journalist eines hyperlokalen Blogs / einer hyperlokalen Online-Zeitung mitreden würde, um eine andere Sicht auf den Lokaljournalismus zu geben.
    Beispiele gibt’s ja einige. Biete mich auch gerne an, wobei ich es lieber als Zuschauer verfolgen würde ;-)

  3. Super Idee! Vielen Dank! Wir können das als Thema für einen weiteren Hangout on Air aufgreifen: hyperlokale Blogs und Online-Zeitungen, um das Thema Lokaljournalismus aus einer anderen Sicht zu beleuchten. Ich melde mich demnächst. Wer berichtet hyperlokal und wäre dabei?

  4. istlokal ist eine gute Adresse mit breutem Netzwerk, unter anderem ich mit weiterstadtnetz.de. Prominente Beispiele außerdem: Heddesheimblog, Tegernseer Stimme, Regensburg digital, Prenzlauer Berg Nachrichten

  5. Wie das Ideal einer Zeitung aussehen soll, hat WAZ-Verlagschef Bodo Hombach skizziert – leider mit wenig Wirkung auf die Lokalzeitungen: Die klassischen Medien müssten Gelenkstelle zwischen allen Räumen des öffentlichen Lebens sein, Drehscheibe für Ideen, Arena, Forum, Nische und Nest, Rumpelkammer für Exkurse ins Fantastische, frech, präzise, zivil, Sendbote zwischen Ein- und Ausgeschlossenen, Dolmetscher zwischen oben und unten, Gestern und Morgen, Rand und Mitte, Vor- und Nachdenker, Instrument der Auseinandersetzung und des Zusammengehens, aktuell, flexibel, empfindsam und hart, mit Leidenschaft und Kühle, Katheter für sozialen Problemstau, Kompostecke für Kulturabfall, Schredder für Abgelegtes, Abgenutztes, Abgestandenes, Seismograf für feinste Beben auf der nach oben offenen “Richter-Skala” des Geistes, offen für jede Bitte, aber verschlossen für jeden Befehl.

    Also all das, was man in der Blogosphäre schon wahrnehmen kann durch die Vielfalt, durch das kreative Chaos und der Inspiration der Basis. Kein Territorialverhalten, keine selektive Nachrichtenauslese, kein Auflagendruck, kein Bestreben nach dem absoluten Medienscoop.

    Die klassischen Medien “jagen im Rudel”, so Hombach”.

    “Kampagnenjournalismus muss nicht mehr organisiert werden. Es ergibt sich wie von selbst. Die Neidhammel umkreisen den Sündenbock.”

    In vielen Blättern und Sendern werden Agenturberichte ungeprüft übernommen.

    “Man hört und sieht und liest denselben Bericht. Das empfinden die meisten als Bestätigung. Mancher glaubt sogar dem selbst erfundenen Gerücht, wenn es zu ihm zurückkehrt.”

    Was Zeitungen permanent als Aufmacher ins Blatt nehmen, ist eine bloße Erinnerung an den Fernsehabend zuvor. Nur noch halb so groß sollten die Tageszeitungen berichten über die Reden von Politikern und die Verlautbarungen von Parteien und Verbänden, forderte der große Journalistenausbilder schon vor einigen Jahren, als das Wort “Zeitungskrise” noch gar nicht so richtig diskutiert wurde.

    “Es gibt weder eine Journalistenpflicht noch ein heißes Leserinteresse, täglich groß gedruckt zu sehen, was da an Versprechungen und Verunglimpfungen abgelassen wird, an Retourkutschen, unseriösen Prognosen und durchschaubaren Lügen. Über politische Sprechblasen wahrheitsgemäß berichten heißt ja: In redlicher Absicht die Zeitung mit Schönfärbereien und Irreführungen füllen; je weniger sie davon druckt, desto höher steigt also ihr Wahrheitsgehalt”, erklärt Wolf Schneider.

    Halbiert würde dabei auch die schiere Langeweile. Die Zeiten, in denen eine saturierte Abonnementszeitung durch journalistische Langeweile gar nicht ruiniert werden konnte, seien vorbei: “Omas Zeitung liegt im Sterben”. Der GA in Bonn jedenfalls setzt man immer noch zu sehr auf die Tagesschau von gestern…..

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