Komet Lovejoy 200mm

Komet Lovejoy erfolgreich fotografiert

Im zweiten Anlauf ist es mir gelungen, einige gute Fotos vom Kometen Lovejoy zu machen.

Komet Lovejoy in Nähe der Plejaden
Komet Lovejoy in Nähe der Plejaden, 15.01.2015: ISO6400, f5.6, 3.2s, 55mm (13 Fotos)
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Komet Lovejoy 200mm
Komet Lovejoy, 15.01.2015: ISO6400, f5.6, 2.5s, 200mm (28 Fotos)
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Komet Lovejoy 200mm
Komet Lovejoy, 15.01.2015: ISO3200, f5.6, 2.5s, 200mm (24 Fotos)
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Komet Lovejoy 500mm
Komet Lovejoy, 15.01.2015: ISO16000, f6.3, 0.6s, 500mm (16 Fotos)
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Die Wolkendecke, die am 15.01.2015 den Himmelsblick über Freiburg versperrt hat, ist gegen 19.30 Uhr überraschend aufgebrochen, so dass ich aus der Stadt heraus einige Fotos vom Kometen Lovejoy machen konnte. “Lichtverschmutzung” und z.T. ein dünner Schleier haben die Aufnahmen etwas beeinträchtigt. Dennoch bin ich – im Vergleich zu meinen ersten Kometen-Fotos – sehr zufrieden!

Im Schatten von zwei Laternen habe ich das Stativ mit der Kamera aufgebaut
Im Schatten von zwei Laternen habe ich das Stativ mit der Kamera aufgebaut


Informationen zu der Ausrüstung und den Einstellungen
Für die Fotos habe ich eine Sony A65-Kamera mit zwei Teleobjektiven genutzt (55-200mm, 150-500mm). Im Prinzip reicht ein normales Teleobjektiv mit einer Brennweite bis 200mm für Lovejoy-Fotos. Das zweite Teleobjektiv habe ich lediglich getestet.

Mit den Einstellungen, die von Kamera, Objektiv und Lichtverhältnissen abhängen, muss man einfach etwas spielen. Generell gelten:

  • Je kleiner der ISO-Wert ist, desto länger muss die Belichtungszeit sein. ISO gibt die Lichtempfindlichkeit an: 100 bedeutet wenig lichtempfindlich und benötigt eine längere Belichtungszeit. 6400: höhere Lichtempfindlichkeit, kürzere Belichtungszeit.
  • Je kleiner die Brennweite ist, desto länger kann man Sterne fotografieren, ohne dass Striche entstehen. Für APS-C-Sensoren gilt die Faustformel: 300/Brennweite. Mit einer Brennweite von 10mm (Weitwinkel) könnte man den Sternenhimmel etwa 30 Sekunden lang fotografieren. Bei 200m sollte die Belichtungszeit um 1.5 Sekunden liegen. Ich habe gestern 2.5 Sekunden belichtet.
  • Je weiter die Blende geöffnet ist, desto mehr Licht fällt auf den Sensor. Bei Nachtaufnahmen empfiehlt sich meist, den kleinsten Blendwert zu nehmen, wie f4 statt f20.
  • Raus aus der Stadt!

Damit Lovejoy auf den Fotos grün leuchtet, sind mehrere Fotos nötig, die man schnell hintereinander macht. Computerprogramme legen die Fotos passen übereinander und fügen sie zu einem Foto zusammen. Ggf. bearbeitet man die einzelnen Bilder oder das zusammengerechnete Foto noch nach. Die Bilder oben sind alle “nur” gestapelt, also unbearbeitet.

Eine Linksammlung zu Astronomiefotos, Nachtfotos und Stapel-Software und weitere Tipps habe ich im Blogpost “Drama: Komet Lovejoy finden und fotografieren” zusammengestellt.

 

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