Schlagwort-Archiv: internet

Lasst das gedruckte Buch sterben

Lasst das gedruckte Buch und die gedruckte Zeitung sterben!

Ein Buch oder eine Zeitung transportieren einen bestimmten Inhalt, der für die Leser wesentlich ist. Deshalb kann man diesen Inhalt auch digital übertragen und seine gedruckte Verpackung endlich aufgeben! Lasst das gedruckte Buch und die gedruckte Zeitung sterben! weiterlesen

Einkaufen 2.0

Keine Frage, Internet, Mobilfunk und die Kombination aus beidem, Smartphones, haben das Leben einfacher gemacht. Von unterwegs E-Mails abrufen, eine kurze Antwort schreiben, ein Foto in ein soziales Netzwerk hochladen – alles kein Problem. Naja, meistens jedenfalls. Einkaufen 2.0 weiterlesen

Digitale Demenz: Was jetzt wichtig wäre

Die Diskussion über Manfred Spitzers “Digitale Demenz”, die keine war, weil beide Seiten keinerlei Interesse an den Argumenten der Gegenseite hatten und haben, hat für mich vor allem eines gezeigt: Während ein Teil der Gesellschaft das Internet im Speziellen und die Digitalisierung im Allgemeinen enthusiastisch begrüßt, lehnt ein anderer Teil beides ab bzw. sieht fast ausschließlich Risiken. Und zwischen beiden Seiten ist quasi keine Verständigung möglich. Digitale Demenz: Was jetzt wichtig wäre weiterlesen

Digital dement?

Der Mann ist ein hoffnungsloser Fall, völlig versunken in virtuelle Welten, unfähig, die virtuelle Welt von der echten zu unterscheiden. Jede freie Minute verbringt er vor dem Ausgabemedium und versinkt in eine Parallelwelt, kämpft gegen dunkle Gestalten und das Böse in der Welt. Er ist nicht mehr, er vernachlässigt sein Äußeres, soziale Kontakte sind auf ein Minimum reduziert. Anfangs haben Freunde und Familie versucht, ihn von seiner Sucht zu befreien, ihn zurückzuholen ins echte Leben, und das teils mit rabiaten Mitteln: Sie haben seine Datenträger zerstört – und zwar öffentlich. Allein, es war umsonst. Die Sucht besitzt den Mann, er  ist verarmt, vereinsamt, verkommen. Digital dement? weiterlesen

Wir Waldaffen

Es ist faszinierend: Die Digitalisierung, das Internet sind Projektionsfläche und Erklärungskrücke für alles mögliche. Wer die Welt kurz vor dem Zusammenbruch sieht und vor dem Untergang in einem kulturkritischen Essay noch einmal schnell erklären möchte, warum alles zu Ende geht, der findet den Grund in der Digitalisierung. Weil wir Smartphones nutzen, können wir uns nichts mehr merken. Weil wir Google nutzen. eignen wir uns keine Allgemeinbildung mehr an. Weil es Facebook gibt, werden wir alle zu oberflächlichen Exhibitionisten. Und überhaupt könne keiner mehr Texte lesen, die länger seien als zwei Zeilen, und alles werde zu Porno. Wir Waldaffen weiterlesen

Digital dement – und glücklich

Zurückgekehrt aus einem wunderbar erholsamen Urlaub in der Lüneburger Heide (ja, dort ist es wirklich schön) ohne Möglichkeit, mobil oder sonstwie ins Web zu gehen (das IST wirklich sehr erholsam, Urlaub wie früher), wollte ich mich an einen lustigen Post setzen, um als digital Dementer Herrn Manfred Spitzer zu antworten. Etwa, dass ich froh bin, dass in meinem Bücherregal endlich wieder Platz ist, weil ich die 25 Bände Lexikon in den Keller stellen konnte dank Wikipedia. Oder dass mir mein Hochzeitstag bekannt ist, obwohl ich ein Smartphone habe. Viele Sachen wollte ich schreiben, doch dann habe ich Gunnar Sohns schönen Post gefunden. Und muss gar nichts mehr sagen. Danke dafür!

Nostalgie: Von der Telefonzelle zur App

Tuut, Tuut. “Also gut, gleich wird die Verbindung unterbrochen. Ich sag schon mal Tschüß, mach’s gut!” “Ja, pass’ auf Dich auf! Tschüß!” “Okay! Es war schön. Ich melde mich wieder. Schon mal: Tschüß.” “Ja, tschüß. Übrigens, ach erzähle ich das nächste Mal. Tschüß…” Schluss! Es klackert. Das Geld ist durchgefallen, die Telefonverbindung damit beendet. Wer kann sich noch an die Zeit erinnern, als wir per Telefonzelle Lebenszeichen von uns gaben? Anfangs zahlten wir mit Münzen, die wir immer schön sammelten, später mit der Telefonkarte. Nostalgie: Von der Telefonzelle zur App weiterlesen

“Was sich nicht verteilt, ist tot”

Das sagt der Medienwissenschaftler Henry Jenkins vom MIT in einem spannenden Interview mit sueddeutsche.de. Was heißt “Digitalisierung” eigentlich? Und was bedeutet die Zusammenarbeit im Social Web für die Art und Weise, wie sich Informationen verteilen, wie Themen öffentlich behandelt werden? Diesen Fragen geht das Interview nach. Wichtig scheint mir folgende Antwort auf die Frage, an welchem Punkt in der Entwicklung wir momentan stehen: “Ganz am Anfang des Moments, in dem die Öffentlichkeit eine immer größere Rolle spielen wird.” Wir können hute allenfalls erahnen, was in wenigen Monaten, von Jahren ganz zu schweigen, sein wird. In jedem Fall aber gilt: “Wir erleben eine Neuverteilung von Aufmerksamkeit”, wie Jenkins betont. “Was sich nicht verteilt, ist tot” weiterlesen