Zeitung – mit Zukunft oder eher Auslaufmodell?

Ist die gedruckte Zeitung ein Auslaufmodell? Oder hat sie Zukunft? Um diese Fragen ist es in der WDR5-Radiosendung „Funkhaus Wallrafplatz“ am 5. Januar 2013 gegangen. Moderatorin Dorothee Dregger diskutierte das Thema „Zukunft der Tageszeitungen“ mit den Studiogästen Helmut Heinen, Präsident des Bundes Deutscher Zeitungsverleger sowie Herausgeber der Kölnischen Rundschau und der Bonner Rundschau, und Christian Jakubetz, Journalist und Dozent, sowie mit den Hörern.

Leserservice

Die 40-minütige Radiosendung deckt eine Bandbreite verschiedener Zeitungsleser ab: Der eine sitzt am Frühstückstisch mit der gedruckten Zeitung, der andere mit seinem Tablet-PC, der nächste schaut tagsüber auf die Webseite und in seinen Twitter-Kanal. Der eine schätzt die Kombination aus weltweiten und überregionalen sowie lokalen Themen, der andere erwartet mehr Lokales. Der nächste bemängelt die Qualität, der übernächste findet sie okay. Dem einen ist die Tageszeitung zu teuer, der andere könnte sich eine Zeitungsgebühr à la Rundfunkgebühr vorstellen.

  • Zur 40-minütigen Sendung
  • Zu den Kommentaren der Sendung, die ebenfalls ein breites Spektrum umfassen

 


In eigener Sache

Hangout on Air: “Zukunft des Lokaljournalismus”

Die Radiosendung passt hervorragend zu unserem ersten Hangout on Air: „Zukunft des Lokaljournalismus“, der am 4. Februar 2013 um 19 Uhr stattfindet. Wir freuen uns auf unsere drei Gäste:

Für fast alle von uns ist es der erste Hangout on Air. Wir sind gespannt und freuen uns sehr, dass Hangout on Air-Profi Hannes Schleeh die technische Leitung und die Betreuung der Social Media-Kanäle übernimmt.

Unser Hashtag für den Hangout lautet #lokaltalk. Urheber von “lokaltalk” ist Sascha Borowski. :-)

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Ende


 

Mein Kurzfazit zur Radiosendung

  • Die Zukunft der Tageszeitungen liegt im Lokalen: Während überregionale und weltweite Themen nahezu überall verfügbar sind, liefert meist nur die örtliche Zeitung lokale Nachrichten.
  • Leserinnen und Leser, aber auch Redakteurinnen und Redakteure werden auch künftig über die inhaltliche Qualität  diskutieren: Eine Zeitung kann nur eine Auswahl an Nachrichten berücksichtigen.
    - Mit der Auswahl können Leser und Redakteure gleichermaßen zufrieden oder unzufrieden sein: Popsternchen, Papst, Kaninchen, Bürgermeister und Einzelhandelspräsident – sie alle müssen sich den begrenzten Platz teilen. Streiten kann man darüber, ob einem der Papst viele Zeilen wert ist oder eher das Kaninchen.
    - Auch der Schreibstil wird Diskussionen entfachen: Heute ist einfach vieles geil, abgefahren oder krass. Sprache lebt und verändert sich.
  • Noch ist unklar, welche Bezahlmodelle im digitalen Zeitalter Erfolg versprechen: Wollen die digitalen Konsumenten die 1:1 Abbildung der gedruckten Zeitung oder eine digitale Zeitung, die sich beispielsweise tagsüber entwickelt? Oder zahlen die Käufer gar nicht mehr für den Inhalt, sondern für Tools wie Anfahrtswege zu Veranstaltungen, „Linklisten“ zum Vertiefen von Themen oder andere Services wie Restaurantführer?

2 Gedanken zu „Zeitung – mit Zukunft oder eher Auslaufmodell?

  1. Und gibt es viele, bei denen es gar kein entweder-oder gibt. Allerdings gibt es auch bei mir schon einige fundamentale Änderungen des Medienkonsums. Keine Lokalzeitung mehr. Alle Zeitschriften-Abos gekündigt, Zeitungskauf nur noch selektiv. Seit Jahren keine CD mehr erworben, seit Monaten nicht mehr in der Videothek gewesen (nur noch Apple-TV) und, und, und. Es dominiert ein viel stärkeres on-demand-Verhalten.

  2. Die Lokalzeitungen werden in ihrer jetzigen Aufmachung nicht überleben, wenn sie bei ihrer Aktualität bleiben, die der Tagesschau des gestrigen Abends entspricht.

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