Live-Webtalk mit Denis Trubetskoy über die Ukraine & Krim

9. Live-Webtalk mit Denis Trubetskoy über die Krim und die Ukraine

Denis Trubetskoy und ich haben im 9. Live-Webtalk am 26. Januar 2015, 19.30 Uhr, über die aktuelle Lage auf der Halbinsel Krim und in der Ukraine gesprochen. Zuschauer haben sich mit zahlreichen Fragen über Twitter und Google+ am Live-Gespräch beteiligt.

Sprungmarken (komfortabler auf Youtube, dort allerdings wegen der technischen Begrenzung mit deutlich weniger Sprungmarken, die leider nur auf Desktop-Rechner oder Laptop funktionieren):

Thema: Halbinsel Krim
1:29 Eine Woche nach unserem Jahresrückblick, also kurz vor Silvester, wurden alle Zug- und Busverbindungen vom ukrainischen Festland auf die Krim eingestellt. Zeitweise waren auch Grenzübergänge geschlossen.Wie ist aktuell die Lage für Dich auf der Krim, aber auch für andere Menschen?
1:55 Antwort von Denis
4:19 Du bist beispielsweise von US-Sanktionen betroffen, die für die Krim gelten: Du kannst Mastercard und Paypal nicht nutzen. Gestern hast Du getwittert, dass eventuell der Zugriff auf Google+ eingeschränkt wird. Wir nutzen gerade Google+ für unseren Webtalk. D.h., wenn Du keinen Zugriff mehr auf Google+ hast, können wir keine Live-Webtalks mehr machen. Wie sieht da aktuell die Lage aus?
5:02 Antwort von Denis
7:30 Nach der Krim-Annexion war die ukrainische Bank nicht mehr auf der Halbinsel aktiv, so dass Menschen nicht mehr an ihr Geld kamen. Eine Möglichkeit war dann, Mastercard zu nutzen. Kannst Du bitte für unsere Zuschauer dazu ein paar Worte sagen.
8:08 Antwort von Denis
9:40 Wie ist die Stimmung bei anderen Menschen auf der Krim?
9:54 Antwort von Denis
12:08 Wie ist aktuell die Versorgung mit Strom und Wasser? Die war Zwischendurch ein Problem.
12:16 Antwort von Denis

Frage über Twitter (#lokaltalk)
13:59 Stephan fragt: „Du bist auf Twitter & Co. sehr aktiv. Fühlst Du Dich von russischen Behörden verfolgt bzw. beobachtet?“
14:25 Antwort von Denis

Frage über Google+ (Fragen-App beim Livestream)
15:40 Chris fragt: „Vermisst Du Lebensmittel, also die Du im Alltag gar nicht mehr hast oder die nur noch schwer auf die Krim gelangen?“
16:00 Antwort von Denis
17:37 Gibt es andere Waren, die Dir fehlen, z.B. Kleidung, technische Geräte?
17:43 Antwort von Denis

Frage über Twitter (#lokaltalk)
18:33 Der Russe Igor Girkin, auch als Igor Strelkow bekannt, war vergangenes Jahr einer der militärischen Führer der prorussischen Rebellen in der Ostukraine und an der Krim-Annexion beteiligt. Nun hat er in einem russischen Fernsehinterview gesagt, dass die Abgeordneten des Krim-Parlaments nicht freiwillig für ein Referendum gestimmt hätten, sondern erst unter Druck durch die sogenannte Landwehr. Nach der Annexion hatte Putin eingeräumt, dass russische Truppen auf der Krim aktiv waren. Allerdings klang das bislang danach, dass sie die Truppen nur da waren, um die Krim-Bevölkerung zu schützen. Thomas’ Frage: „Was sagen russische Medien zu Girkins TV-Beichte?“
19:46 Antwort von Denis
22:34 Interessant ist, dass Girkin sich nicht zum ersten Mal öffentlich im Fernsehen geäußert hat. Er hatte schon letztes Jahr gesagt, dass russische Spezialeinheiten nach Slawjansk gegangen sind. Erstaunlich ist, obwohl Russland eine Beteiligung in der Ostukraine immer wieder bestreitet, dass er Details ausplaudert und weiterhin reden darf. Wie erklärst Du Dir, dass er weiter öffentlich auftreten darf?
23:17 Antwort von Denis

Frage über Google + (Fragen-App beim Livestream)
25:28 „Überdeckt die Euphorie über die Wiedervereinigung mit Russland noch weiterhin die alltäglichen Probleme?“
25:46 Antwort von Denis

27:11 In den vergangenen Webtalks hat Du immer wieder berichtet, dass sich die Lage der Krimtataren zunehmend verschlechtert. Was gibt es da Neues?
27:21 Antwort von Denis

Frage über Twitter (#lokaltalk)
29:34 „Ist die Beschießung von Mariupol ein Thema auf der Krim?“
29:41 Antwort von Denis


Ukraine-Jahresrückblick 2014 mit Steffen Dobbert, Christoph Lehermayr, Tomasz Michaslki und Denis Trubetskoy


Thema Ostukraine
31:20 Vor gut einer Woche hatten die Außenminister von Deutschland, Frankreich, Russland und
der Ukraine noch einmal das Minsker Abkommen bekräftigt – nämlich dass beide Kriegsparteien ihre schweren Waffen abziehen und damit eine Pufferzone schaffen. Nach diesem Gespräch sind die Kämpfe allerdings intensiver geworden. Die Rebellen haben mitgeteilt, die Friedensgespräche nicht mehr fortsetzen zu wollen, und eine neue Offensive angekündigt. Kurz danach schlugen Granaten in Mariupol ein.
So dramatisch war die Lage Ende August 2014: Die ukrainische Armee hatte die Separatisten sehr stark zurückgedrängt. Sie sind dann wieder stärker geworden. Es gab schwere Gefechte. Deshalb hatte man sich im Spetmber in Minsk getroffen, um u.a. eine Pufferzone zu vereinbaren. De facto hat es ja nie einen Waffenstillstand gegeben, sondern es wurde die ganze Zeit über gekämpft.
Russland streitet eine Beteiligung ab. Auf der anderen Seite ist die Frage, woher dann die Waffen kommen. Andererseits auch die Ukraine setzt auf eine militärische Lösung: Zehntausende sind mobilisiert worden, neue Waffen sollen angeschafft werden. Der Westen droht mit neuen Sanktionen.
Wir haben weiter eine schlimme Situation, wie wir sie vor Monaten schon hatten. Siehst Du irgendeinen Ausweg?
33:32 Antwort von Denis

37:39 Menschen und Politiker konzentrieren sich in der Ukraine auf den Krieg im Osten des Landes. Kann man sagen, dass Reformen, die die EuroMaidan-Bewegung gefordert hat, auf der Strecke bleiben?
38:31 Antwort von Denis

41:08 Auf der einen Seiten haben wir den Oligarchen Poroschenko, der eher moderat war, also kein Krieger. Auf der anderen Seiten haben wir den ukrainischen Ministerpräsidenten Jazenjuk, der immer wieder ein militärisches Vorgehen fordert. Stark unterstützt wird der vom Gouverneur von Dnipropetrovsk, Kolomojskyj. Kolomojskyj finanziert u.a. die Anti-Terror-Operation (ATO) in der Ostukraine. Ihm wird vorgeworfen, beispielsweise Schutzwesten überteuert an die Kämpfer zu verkaufen, also Profit aus dem Konflikt zu ziehen. Was ist das für ein Gebilde? Was stört Dich?
42:24 Antwort von Denis

Frage über Twitter (#lokaltalk)
45:15 Gibt es eine Rivalität zwischen Dnipropetrovsk und Donezk?
45:25 Antwort von Denis

Frage über Google + (Fragen-App beim Livestream)
47:43 „Denkst Du ab und zu daran, die Krim zu verlassen?“
48:02 Antwort von Denis

Frage über Twitter (#lokaltalk)
49:55 „Kannst Du Dir dauerhaft eine Zukunft als Journalist auf der Krim im Bereich Sport vorstellen?“
50:14 Antwort von Denis

 


>> Alles Wichtige zu den Live-Webtalks auf einen Blick


 

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