Alle Beiträge von Christoph Pause

Über Christoph Pause

Zehn Stunden am Tag bin ich Chefredakteur der Marketingzeitschrift acquisa (bitte diesen Hinweis beachten). Beruflich und privat treiben mich Social Media, die Digitalisierung und ihre Folgen für die Gesellschaft um. Ansonsten liebe ich Maigret, meine Familie und meinen Hund.

Bloggercamp.tv mit neuem Format „Update“

Gunnar und Hannes vom Bloggercamp bleiben am Ball. Sie haben nicht nur eine schöne neue Website gebaut, sondern sich ein neues Format überlegt: Update bringt immer zum Monatsanfang ein 15 Minutengespräch, in dem sie mit Medienmachern über die jeweils aktuellste Ausgabe einer Zeitschrift oder einer anderen Plattform plaudern. Bloggercamp.tv mit neuem Format „Update“ weiterlesen

Der Bestandskunde ist immer der Dumme

Seit vielen Jahren bin ich meinem Mobilfunkanbieter treu. Und nicht nur ich bin bei O2, auch meine Frau und meine Tochter haben dort ihre SIM-Karten. Alles in allem zahle ich ein ganz erkleckliches Sümmchen jeden Monat. Nun hat O2 neue Tarife im Angebot, und ich wollte dort einmal anfragen, ob ich in einen solchen neuen Tarif wechseln könnte. Der Bestandskunde ist immer der Dumme weiterlesen

Haushaltsabgabe: Auch meine Wut wächst

Wer wissen möchte, was eine Medienkampagne ist, und wer wissen möchte, wie kampagnenfähig der selbst ernannte deutsche Qualitätsjournalismus ist, der muss sich anschauen, wie Zeitungen von links bis rechts seit Wochen nur noch ein Thema kennen: Die Zwangsabgabe genannte Gebühr für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland, die jeden Haushalt in Deutschland die Unsumme von 17,98 Euro kostet. Haushaltsabgabe: Auch meine Wut wächst weiterlesen

Von der Ignoranz deutscher Feuilletonisten

Mich hat die sogenannte Debatte über die „Digitale Demenz“ ja sehr enttäuscht. Nicht, weil alle geschrieben haben, wie schlecht das Buch von Manfred Spitzer ist und wie unredlich seine Argumentation, denn damit haben sie Recht. Sondern, wie sehr sich alle der Diskussion über das verweigert haben, was da eigentlich zum Ausdruck kommt: Die Angst nämlich vor der Digitalisierung und deren Folgen. Die sind ja auch umfassend. Die Digitalisierung lässt uns heute anders Musik hören, Nachrichten konsumieren, miteinander kommunizieren – und sie verändert die Art, wie viele von uns arbeiten (müssen). Das ist für viele Menschen nicht so einfach nachzuvollziehen wie für die, die sich als selbsternannte Elite aufspielen und auf die Doofis runterblicken, die das Internet noch ausdrucken. Von der Ignoranz deutscher Feuilletonisten weiterlesen

Digitale Demenz: Was jetzt wichtig wäre

Die Diskussion über Manfred Spitzers „Digitale Demenz“, die keine war, weil beide Seiten keinerlei Interesse an den Argumenten der Gegenseite hatten und haben, hat für mich vor allem eines gezeigt: Während ein Teil der Gesellschaft das Internet im Speziellen und die Digitalisierung im Allgemeinen enthusiastisch begrüßt, lehnt ein anderer Teil beides ab bzw. sieht fast ausschließlich Risiken. Und zwischen beiden Seiten ist quasi keine Verständigung möglich. Digitale Demenz: Was jetzt wichtig wäre weiterlesen

Wir Waldaffen

Es ist faszinierend: Die Digitalisierung, das Internet sind Projektionsfläche und Erklärungskrücke für alles mögliche. Wer die Welt kurz vor dem Zusammenbruch sieht und vor dem Untergang in einem kulturkritischen Essay noch einmal schnell erklären möchte, warum alles zu Ende geht, der findet den Grund in der Digitalisierung. Weil wir Smartphones nutzen, können wir uns nichts mehr merken. Weil wir Google nutzen. eignen wir uns keine Allgemeinbildung mehr an. Weil es Facebook gibt, werden wir alle zu oberflächlichen Exhibitionisten. Und überhaupt könne keiner mehr Texte lesen, die länger seien als zwei Zeilen, und alles werde zu Porno. Wir Waldaffen weiterlesen