Internetradio: Die Welt zu Gast in der Küche

In unserer Küche steht seit gestern, 21.04.2012, ein Internetradio. Per Knopfdruck kann ich mir nun Radiosender aus der ganzen Welt in die Küche holen und natürlich Musik aus allen Genres: 20er/30er/40er, Blues, Jazz, HipHop, R’n’B, Lounge, Chillout, Pop. Selbstverständlich auch die Nachrichten aus aller Welt – beim Zwiebel schneiden, Backen oder Geschirr spülen. Ich fürchte fast, die Küche wird nun mein Lieblingsort in der Wohnung. Das Beste: Mein MacBook dient als Media-Server und streamt mir meine iTunes-Bibliothek in die Küche, mein iPad ist die Fernbedienung.

Prinzip des Internetradios
Prinzip des Internetradios

Einst saßen die Menschen vor ihren Weltempfängern. Mit viel Fingerspitzengefühl drehten sie Sender rein. Sie hielten das Gerät am Fenster Richtung Decke, weil der Empfang dort besser war, oder ihr Ohr ganz dicht an den Lautsprecher, weil ein Sender nur ganz schwach und das Rauschen stark zu hören waren. Heute sind es nur wenige Klicks und man hört wunderbar einen Sender aus den USA, Kanada, der Ukraine oder Frankreich. Vielleicht die einzige Sorge: ist die Internetverbindung stabil. Meistens schon.

Internetradio versus iPad & iPhone

Natürlich könnte ich auch das iPad mit in die Küche nehmen. Allerdings ist der Sound aus einem richtigen Radiogerät doch deutlich besser. Das Radio selbst scheint mir auch in der Küche deutlich besser den dortigen Bedingungen trotzen zu können, wie nassen oder fettigen Fingern, abruptem an die Seite schieben. Und: Ich hab’s lieber, wenn nicht die Musik aus dem Gerät kommt, auf dem ich gerade arbeite, sondern sich erst einmal im Raum entfalten kann. 😉 Da ich auch über das Internetradio auf meine iTunes-Bibliothek zugreifen kann, brauche ich zum Kochen nun wirklich kein iPad oder iPhone. Während ich bei einer Tasse Kaffee auf dem iPad Nachrichten oder E-Mails lese, twittere oder facebooke, erklingt die Musik aus anderen Ländern und Kulturen aus dem Internetradio.

Squeezebox von Logitech
Squeezebox von Logitech

Internetradio ist schnell betriebsbereit

Das Internetradio ist schnell eingerichtet. Man muss es nur mit seinem W-Lan verbinden (Netzwerkname und Sicherheitsschlüssel eingeben) und schon kann man auf die Tausenden von Sendern weltweit zugreifen. Mein Internetradio, Squeezebox  von Logitech, ermöglicht auch, dass ich auf meine Musikbibliothek zugreifen kann. Voraussetzung ist lediglich, den Logitech Media-Server zu installieren und zu konfigurieren (in welchem Ordner liegt die Musik, sollen auch Bilder oder Filme übertragen werden, soll iTunes verwendet werden). Wer dann noch möchte, kann sich als App den Squeezebox Controller holen. Mit dem Controller lässt sich dann das Internetradio bequem per Smartphone oder Tablet-PC steuern. Witzig ist, wenn jemand anderes in der Küche ist und man das Radio aus dem Wohnzimmer einschaltet oder einfach den Sender wechselt. 🙂

Kosten für das Internetradio sind überschaubar

Bis auf die Investitionskosten für das Gerät (zwischen 100 und 200 Euro) sowie die Betriebskosten für den Strom und die Internetverbindung entstehen keine weiteren Ausgaben. Die Sender stehen kostenlos bereit. Die Urheberrechtsdiskussion, ob das kostenlose Radiohören in Ordnung ist, möchte ich an dieser Stelle nicht führen, weil es in erster Linie um die technischen Möglichkeiten geht. Zudem ist die eigene Musiksammlung unverzichtbar, um nach Lust und Laune seine Lieblingsmusik zu hören – im Radio kann man lange warten.

 

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