Zukunft Lokaljournalismus: Hangout on Air zum Nachlesen

Sascha Borowski (Augsburger Allgemeine), Markus Hofmann (Badische Zeitung) und Marcus Schwarze (Rhein-Zeitung) haben in einem Hangout on Air, in einer Live-Videokonferenz, über die „Zukunft des Lokaljournalismus“ diskutiert. Den Hangout on Air haben wir dosentelefon.eu-Blogger am 4.2.13 um 19 Uhr veranstaltet. Technisch stand uns Hangout on Air-Profi Hannes Schleeh zur Seite, der auch die Kommentare und Fragen aus dem Social Web für uns gebündelt hat (#lokaltalk).

Hangout on Air "Zukunft des Lokaljournalismus"

Für all jene, die lieber lesen, habe ich die Sendung transkribiert und an einigen Stellen das gesprochene Wort für das Lesevergnügen leicht geglättet.

Die Hangout on Air-Technik, das Live-Streaming von Videokonferenzen, gibt es seit Mitte August 2012 in Deutschland, also inzwischen seit einem halben Jahr.

 

Gliederung des Hangout on Air „Zukunft des Lokaljournalismus“

 

Beschlagnahmung von Foren-Daten löst große Welle im Social Web aus

Dosentelefon: Sascha, die Polizei stand am 28.01.2013 vor Euren Redaktionstüren und hat Daten eines Foren-Users bei der Augburger Allgemeinen beschlagnahmt. Ihr habt sofort darüber online berichtet (Beleidigter Referent: Polizei beschlagnahmt in Redaktion Daten eines Foren-Nutzers) und die Nachricht im Social Web geteilt. Die Resonanz war sehr groß. Sascha, wart Ihr überrascht darüber?

Sascha Borowski: Wir waren tatsächlich überrascht von der Wucht, die das Ganze sehr schnell genommen hat. Wir haben gemerkt, dass Twitter ein gewaltiger Resonanzkörper sein kann. Auch über Facebook wurde das Ganze sehr schnell geshared. Wir wussten, dass es eine Empörungen geben würde, dass es so eine große Welle geben würde, haben wir nicht gedacht.

Dosentelefon: Wie seid Ihr mit den Rückmeldungen umgegangen, die Ihr in Echtzeit erhalten habt? Haben die Eure Berichterstattung beeinflusst?

Sascha Borowski: Wir haben natürlich gleich danach über die Reaktionen im Netz berichtet. Wir machen das relativ oft, dass wir Beiträge z.B. aus dem Forum oder bei Facebook aufgreifen und in eigene Berichterstattung verwandeln.

Markus Hofmann: Wie haben die Kollegen aus der Zeitungsredaktion auf die drohende Durchsuchung reagiert?

Sascha Borowski: Die waren letztlich solidarisch. Wir haben das Ganze im größeren Rahmen in der Mittagskonferenz diskutiert: Was auf uns zu kommen könnte und was zu tun ist. Wir waren uns einig, dass wir eine breite Berichterstattung machen müssen. Das ein Forum nicht unumstritten ist, ist auch klar.

Marcus Schwarze: Wie seid Ihr denn bis jetzt mit Forenkommentaren umgegangen?

Sascha Borowski: Wir haben eine Moderation wie die meisten Verlage auch. Wir gehen stichprobenartig rein ins Forum. Wir reagieren auf Beschwerden, weil es eine Meldefunktion wie in den meisten Foren gibt. Wir sehen Forennutzer als Informanten. Darum sind wir auch so empfindlich, wenn die Polizei vor der Tür steht und sagt „Wir wollen bestimmte Daten haben.“ Wir meinen, das es schon ein ganz bestimmtes Binnenverhältnis zwischen einer Redaktion und ihren Nutzern im Internet ist. Darum haben wir gesagt, die Daten geben wir nicht einfach frei heraus.

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Dialog zwischen Social Web und Redaktion ist sehr wichtig

Dosentelefon: Das ist in guter Übergang: Setzt sich zukünftiger Lokaljournalismus aus Social Web und Foren-Usern auf der einen Seite und aus Redaktion auf der anderen Seite zusammen, Sascha?

Sascha Borowski: Ich sehe das auf jeden Fall so. Wir sind längst darüber hinaus, dass man als Zeitungsverlag nur ein Plattform-Betreiber ist, der sagt: „Ich mache jetzt Leserkommentare, weil es jeder muss oder weil man es halt macht.“ Ich denke, es ist eine Dialogmöglichkeit. Nutzer können einem beim Storytelling helfen. Das halte ich für sehr wichtig. Insofern finde ich die Diskussion, die durch die Beschlagnahme-Aktion begonnen hat, sehr wichtig. Man muss schon überlegen, welchen Stellenwert Leser und User heutzutage für uns Lokaljournalisten haben. Ich meine, sie haben einen sehr wichtigen Stellenwert.

Dosentelefon: Markus Hofmann, wie siehst Du das Social Web auf der einen Seite und die Redaktion auf der anderen. Ein lebendiger Austausch?

Markus Hofmann: Das halte ich für dringend notwendig, wenn digitaler Journalismus im 21. Jahrhundert funktionieren soll. Ich kann das, was Sascha gesagt hat, nur unterstreichen. Wir haben in Freiburg recht früh Erfahrungen gesammelt beim Dialog zwischen Nutzern und der Fudder-Redaktion. Der Dialog ist bei uns schon seit Jahren praktizierter Alltag. Wir stellen allerdings auch fest, wenn man das Ganze auf ein Zeitungshaus übertragen möchte, dass es eines gewissen Gewöhnungsprozesses bedarf.

Marcus Schwarze: Gewöhnungsprozess? Ich glaube, in moderneren Zeiten spricht man über modernere Mittel mit den Lesern. Das sind nicht mehr die Foren der alten Art, wie wir sie vor 15 Jahren mal erfunden haben, sondern das sind jetzt andere Wege. Diese Wege sind vielleicht über Google+, Facebook oder Twitter anzapfbar. Auf jeden Fall sind es nicht mehr die klassischen Wege, wie wir sie als Zeitungen mal online erfunden haben. Da hat man seine Texte und unten drunter seine Foren angeflanscht. Ich glaube, diese Zeiten ändern sich gerade.

Dosentelefon: Sind das Eure Printleser, die sich Online mit Euch in Verbindung setzten, oder ist das eine völlig andere Lesergruppe, die Euch nur online nutzen oder die nur sporadisch bei Euch reinschauen? Habt Ihr Erfahrungswerte, Markus Hofmann?

Markus Hofmann: Ich kann das nicht mit harten Zahlen zementieren. Aber ich habe schon den Eindruck, dass das unterschiedliche Zielgruppen sind: Die Zeitungsleser, die sich in Form des klassischen Leserbriefs artikulieren wollen. Dann diejenigen, die sich auf der Website in der Kommentarfunktion artikulieren, und diejenigen, die sich im Social Web via Twitter und Facebook in die Diskussion einschalten. Da gibt es Schnittmengen. Jeder dieser Zielgruppen hat durchaus ihre Eigenheiten.

Sascha Borowski: Ich sehe das genauso. Ich muss Marcus Schwarze etwas widersprechen. Ober wir 25.000 Leute bei Facebook haben, mit denen wir im Dialog sind, oder 25.000 in unseren Forum, mit denen wir diskutieren – ich denke, es geht beides. Ich bin bei Markus Hofmann, wenn ich sage. „Jeder hat seine Eigenheiten.“ Wir haben die Zeitungsleser, die bei uns tatsächlich sehr eng mit diskutieren. Wir haben Leute bei Facebook oder bei Twitter. Das ist eine neue Zielgruppe, die ich vielleicht nicht über die Zeitung erreiche, aber im Dialog in sozialen Netzwerken erreiche ich sie. Insofern glaube ich, dass wir sämtliche Plattformen nutzen sollten, um unsere journalistischen Inhalte zu verbreiten, die zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Marcus Schwarze: Ich glaube, man muss auch alte Zöpfe abschneiden. Wir haben bei uns in Rheinland-Pfalz eine große Gruppierung gehabt, die sehr aktiv war bei „Wer kennt wen.“. Unsere Zeitung hat das sehr stark mit geprägt. Mittlerweile ist, bis auf eine Lokalredaktion, das Engagement der Leser recht gering geworden. Da muss man irgendwann sagen: „Die Leute nutzen jetzt andere Kanäle. Dann sollte sich die Zeitung auch an diese anderen Kanäle wenden.“

Sascha Borowski, Markus Hofmann: Kein Widerspruch!

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Jurysitzung per Hangout on Air übertragen

Dosentelefon: Alte Zöpfe abschneiden ist das Stichwort, Markus Schwarze. Ihr habt bei der Rhein-Zeitung am 1.2.2013 ein Hangout on Air gemacht und dort live die 250 besten Tweets aus 2.500 Tagen Twitter in der Jurysitzung gekürt. Die Vorschläge kamen von Euren Lesern, die mit abgestimmt haben. Warum habt Ihr Euch für einen Hangout on Air entschieden?

Marcus Schwarze: Das war – ich sag es mal ganz platt – einfach Kostenersparnis. Wenn wir Sascha Lobo aus Berlin anreisen lassen und zwei weitere Jurymitglieder, dann geht das über ein Google Hangout on Air schneller. Das Ganze war ursprünglich für hinter die Kulissen geplant. Je näher der Termin rückte, je klarer wurde, dass wir die Jurysitzung auch live übertragen können. Die Resonanz auf den Hangout on Air war jetzt nicht so groß. Wobei die gesamte Tweet-Aktion erfolgreicher war.

Dosentelefon: Lag die mangelnde Resonanz am Thema oder daran, dass Hangout on Air noch eine relativ neue Geschichte ist?

Marcus Schwarze: Hut ab vor Richard Gutjahr, der im bayerischen Rundfunk versucht hat, aus diesem Hangout on Air-Format eine richtige Sendung zu machen und mehrmals mit Leuten draußen über aktuelle Themen ins Gespräch zu kommen. Man hat es schon während der Sendung im Bayerischen Rundfunk gemerkt und ich habe das jetzt live erfahren, wie schwer das eigentlich ist, spannendes Fernsehen zu machen. Wenn ich mal auf uns hier gucke, wir haben hier – Entschuldigung – sechs Eierköppe, die da unten drapiert sind (im Video die Fenster unten, Anmerkung der Redaktion). Wir müssten schon sehr interessant sein und auf den Punkt reden, damit die Leute interessiert dranbleiben. Das ist überhaupt nicht zu unterschätzen: Das ist wie Fernsehen und das noch live zu machen – was da alles schief gehen kann.
Wir haben uns vorgestern ein bisschen verklickt (#250Momente,  Anmerkung der Redaktion), sind ein bisschen ins Plaudern geraten und haben am Ende eine Sendung von zwei Stunden gemacht. Ich glaube, zum Schluss waren alle eingeschlafen. Das mal selbstkritisch über unsere Aktion Google Hangout on Air. Eigentlich ging es darum, Tweets aus dem Netz zu sammeln. Es gab das Datum, dass Twitter 2.500 Tage alt geworden ist. Dies war für uns der Anlass, um zu schauen, was wir mit unseren Lesern dazu machen können. Die Leser sollten Tweets vorschlagen, die historischen oder besonders lustig waren. Wir haben anschließend ein Tweet-Battle gemacht: Ein Tweet trat gegen einen anderen Tweet an. Man musste den Sieg-Tweet anklicken, um dem Punkte zu geben. Mehrere tausend Leute haben mitgemacht. Wir waren zufrieden. Inhaltlich ist ein qualitativ gutes Ergebnis herausgekommen.

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Twitter als Lokalteil begreifen

Sascha Borowski: Ist das eine Verlängerung für Euch zum Lokaljournalismus, der Eure originäre Aufgabe ist, oder ist das mehr Spaß? Wenn ich Tweet-Battle höre, bin ich mir nicht sicher, wie da die Verlängerung zum Lokaljournalismus ist.

Marcus Schwarze: Twitter ist unser 14. Lokalteil. Wir haben einen 13. Lokalteil. Unser Social Media-Redakteur sitzt mit am Desk und bekommt ständig Impulse aus dem Netz. Das reicht von dem Hubschrauber, der irgendwo gesichtet wird. Dann fragt jemand: „Hallo Rheinzeitung. Hier ist gerade ein Hubschrauber. Was ist da los?“ Der Social Media-Kollege ruft bei der Polizei an oder verständigt den Lokalkollegen. Wir stellen fest, dass jemand in den Rhein gefallen ist. Der Kollege Lokaljournalist kann rausfahren und findet, weil er so schnell reagieren konnte, noch den Menschen, der die Frau gerettet hat, die in den Rhein gefallen war. Er ist hinterher gesprungen und hat sie herausgeholt. Und wir konnten die Geschichte erzählen: „Frau stürzt in den Fluss, Mann springt hinterher, rettet sie. Warum hat er das gemacht und wie war das.“ Dies wäre nicht möglich gewesen, wenn nicht gerade uns jemand darauf hingewiesen hätte. Das sind die Impulse, die mein Social Media-Kollege Lars Wienand den ganzen Tag hat.

Markus Hofmann: Die Rhein-Zeitung ist unter den Regionalzeitungen in Deutschland bekannt dafür, dass sie Twitter mit Abstand am intensivsten einsetzt. Was ist die Voraussetzung dafür, dass es gelingt, ein Social Media-Tool so intensiv in die Print-Redaktion reinzutragen? Gibt es eine Art von Kosten-Nutzen-Messung und Kontrolle, um den Einsatz von Twitter zu bewerten?

Marcus Schwarze: Messung und Kontrolle könnte erst einmal Follower-Zahlen bedeuten. Wir wissen alle, die sind leicht zu fälschen. Es gibt ein Tool, um zu gucken, wie viele Fake-Follower man hat. Darum geht es uns erst in zweiter Linie. Wir freuen uns natürlich über mehrere tausend Follower, 28.000 für den Hauptaccount. Vielmehr sehen wir die Qualität, die einzelne Texte, die unsere Zeitung oder der Online-Auftritt dadurch bekommen, dass wir immer wieder ein Thema haben, das andere nicht haben, das wir schneller bekommen, oder dass wir eine Stimmung draußen im Netz ausloten können, die darauf hindeutet, dass man ein neues Thema aufgreifen muss. Dafür nutzen wir das Netz sehr stark. Mit Lars Wienand haben wir jemanden, der das wunderbar lebt.

Dosentelefon: Markus Hofmann, wie setzt die Badische Zeitung Twitter ein? Nicht so stark wie die Rheinzeitung, aber in welchem Umfang?

Markus Hofmann: Wir haben einen Hauptaccount, der intensiv als Nachrichten-Kanal genutzt wird, also eher für die Publikation von Inhalten. Immer wieder auch für den Dialog mit Nutzern, aber nicht so intensiv, wie es die Rhein-Zeitung betreibt. Es gibt noch den einen oder anderen Account von Print-Kollegen, die auch twittern, vornehmlich als Nachrichtenkanal.

Sascha Borowski: Wir haben relativ früh mit Twitter angefangen und haben festgestellt, dass es zwar sehr spannend ist, über Twitter zu recherchieren, sofort Rückmeldungen zu bekommen und Themen zu platzieren. Wir haben aber unsere Hauptkraft auf Facebook gelegt und sämtliche 16 Lokalredaktionen mit eigenen Facebook-Auftritten versorgt, die von denen auch bespielt werden. Wir testen jetzt Google+, wo wir allerdings noch nicht so die große Resonanz bekommen. Letztlich machen wir das Gleiche wie die Kollegen bei der Badischen Zeitung oder der Rhein-Zeitung. Wir nutzen das Social Web als Dialogkanal, zu Recherchezwecken, um Strömungen festzustellen, aber auch, um Anregungen für Themen zu bekommen oder einfach zu fragen: „Wir hatten hier ein Unwetter in der Region. Gibt‘s Bilder, gibt‘s Videos? Wie habt ihr das erlebt.“ Das ist so der Klassiker, wo ich schnell Reaktionen einfangen kann.

Dosentelefon: Marcus Schwarze, nach Deinen Erfahrungen mit dem Hangout on Air zu den Tweets – und Ihr habt ja schon mal einen Hangout on Air mit Eurem London-Korrespondenten gemacht: Ist Hangout on Air ein Tool, das Du im Lokaljournalismus siehst für die Interaktion mit Lesern, aber auch für die Live-Berichterstattung, oder ist das mehr eine Spielerei?

Marcus Schwarze: Es ist ein Tool, das man auf jeden Fall einsetzen sollte. Aber man muss viel Erfahrung sammeln – auch jetzt, heute Abend wieder, sammeln wir alle Erfahrungen, wie das so geht, wie man beispielsweise eine Bauchbinde einbaut und wie man wirkt, wenn man spricht. Das ist uns schreibenden Leuten ja nicht so gegeben, muss man selbstkritisch feststellen. Wir müssen lernen, uns in 1:30 Minuten auszudrücken und auf den Punkt zu kommen.

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Bis zu fünf Stories pro Woche kommen übers Social Web

Dosentelefon: Es gibt die erste Frage aus dem Web von Gunnar Sohn: Wir hoch ist der Anteil der Stories, die aus dem Social Web bei Euch generiert werden?

Markus Hofmann: Wenn man Twitter und Facebook voneinander abgrenzen möchte, dann ist Facebook für uns für Traffic wichtig und Twitter als Recherche-Quelle. Das heißt nicht, dass Twitter eine permanent sprudelnde Themenquelle ist. Wir haben im Blick, was dort passiert. Wir schöpfen kontinuierlich Themen aus Twitter. Wenn man eine Zahl nennen möchte, dann so ein bis fünf Themen pro Woche.

Sascha Borowski: Die Größenordnung ist ähnlich: Zwei bis drei pro Woche, wo wir einen Tipp bekommen, um einer Sache konkret nachzugehen. „Reaktionen einfangen“ machen wir letztlich täglich: Dass wir eine Frage in den Raum streuen, Reaktionen sammeln und redaktionell bearbeiten.

Marcus Schwarze: Bei uns ist das auch so in der Größenordnung. Eher fünf als eins.

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App verbindet klassischen Journalismus mit Sharing-Funktionen

Dosentelefon: Markus Hofmann, die Badische Zeitung hat Ende vergangenen Jahres eine iPad-App auf den Markt gebracht. Ihr setzt in der App ganz stark aufs Social Web. Ich kann jeden Beitrag bei Twitter und Facebook teilen. Habt Ihr inzwischen mehr Zugriffe aus dem Social Web auf Euer Angebot oder wird das gar nicht angenommen? Ist das in irgendeiner Weise messbar?

Markus Hofmann: Nein, wir können keinen Traffic-Anstieg aus dem Social Web darstellen. Dafür ist das Angebot vielleicht auch noch nicht lang genug auf dem Markt. Wir haben eine recht konventionelle iPad-App herausgebracht. Uns war es wichtig, den Leuten den klassischen journalistischen Inhalt der Zeitung zu liefern mit einem ganz wichtigen digitalem Tool: Das sind die Sharing-Funktionen Twitter und Facebook. Diese haben wir bewusst in die iPad-App eingebaut. Das dadurch unsere Klicks via Facebook und Twitter gigantisch angestiegen sind, kann man nicht sagen.

Dosentelefon: Wie kommt das neue digitale Angebot bei Euren Lesern an? Habt Ihr da schon Rückmeldungen?

Markus Hofmann: Wir haben eine sechswöchige Testphase bis Mitte Januar gehabt. Die Leser- und Nutzer-Resonanz war sehr groß. Unser Telefon-Team hat sehr viele Fragen beantwortet. Wir haben sehr viele Testabos gehabt und sind jetzt seit gut drei Wochen mit dem kostenpflichtigen Angebot am Markt. Kostenpflichtig heißt nicht nur die iPad-App, die wir gestartet haben. Wir haben zeitgleich auch ein HTML-5-Mobilportal gestartet und eine Bezahlschranke auf der Website eingeführt. Ohne harte Zahlen nennen zu können, sind wir im Verlag mit dem, was da passiert, sehr zufrieden.

Dosentelefon: Musstet Ihr für diese App die Redaktionsprozesse ändern? Nach 22 Uhr steht immer die digitale Ausgabe bereit, das bedeutet vielleicht auch Auswirkungen auf die Redaktionsprozesse.

Markus Hofmann: Das eine oder andere Ressort – der Sport zum Beispiel, der regelmäßig auch die Berichterstattung nach 22 Uhr für die Zeitung praktiziert, für den hat sich leicht etwas verändert. Im Wesentlichen hat es die Produktionsprozesse der Zeitung nicht tangiert.

Marcus Schwarze: Das klingt für mich alles so, als würden wir jetzt gerade das Digitale neu erfinden. Die Zeitung, bei der ich arbeite – da lobe ich mich gar nicht selbst, sondern meine Vorgänger – die Rheinzeitung hat 2001 die Digitalisierung der Zeitung begonnen mit dem ePaper. Wenn man heute nach ePaper sucht, findet man erst den Wikipedia-Artikel und dann die Rheinzeitung, weil sie die erste weltweit war, die diesen Begriff prägte. Digitalisierung findet also schon ganz lange statt. D.h. für uns, wir haben mehr als 7.000 Digitalabonnenten, die einen Zugang haben zu unseren Digitalangeboten. Das ist von der Größenordnung her wie eine kleine lokale Zeitungsausgabe. Internet ist natürlich viel größer und wir haben noch viel mehr Leser im freien Angebot, aber aus Digitalisierung Geld zu verdienen, geht über Digital-Abonnements.

Dosentelefon: Marcus Schwarze, Du hast das Wort ePaper genannt. In der Regel ist es so, dass die ePaper bzw. die Apps eine 1:1-Abbildung der Print-Zeitung sind. Ist es das, was die Leser erwarten, oder erwarten sie nicht mehr Inhalte in der digitalen Ausgabe?

Marcus Schwarze: Wir haben bei uns so eine Verknüpfung versucht. Man bekommt das klassische ePaper, die digitalen Artikel in der Erscheinungsweise der Zeitung: Der Aufmacher steht oben, der Fußtext unten. Wir haben versucht, Zusatzangebote wie Videos und Links zu Webangeboten drauf zu packen. Wenn man bei uns in die digitale Zeitung reingreift, findet man rote Knöpfe, die anzeigen, dass es beispielsweise ein weiterführendes Video zum Text gibt. Die Abrufzahlen dieser Videos, die den Text anreichern, sind überschaubar. Das ist aber auch etwas, was die Leute erst lernen müssen. Man ist es gewohnt, dass die Zeitung so daherkommt – Aufmacher oben, Text unten – und dann tippt man darauf, auch dass hat man schnell gelernt, und der Text wird groß und lesbar. Dass da nun noch ein Video dranhängt, das ist neu. Wollen das die Leute? Vielleicht nicht in jeder Situation: Bei der Bahnfahrt möchte man vielleicht kein Video starten.

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Journalistische Inhalte unterbringen in Statusmeldungen und in verschiedenen Kanälen

Dosentelefon: Wenn Du sagst, das ist neu, das muss man lernen, dann stellt sich die Frage, ob all die Diskussionen über das veränderte Lese- und Nutzungsverhalten von Lesern, wie es in Blogs diskutiert wird, oder über das Ende der Zeitung eher eine Position von Informationsjunkies / Nerds ist, die die Breite Masse der Lokalzeitungs-Leser noch gar nicht betrifft.

Marcus Schwarze: Ich glaube, das massiv neue Leseverhalten ist das Lesen von Statusmeldungen. Das ist etwas, was es vor zehn Jahren noch nicht gab. Facebook wurde später erfunden und hat seinen Siegeszug angetreten. Ein bestimmter Teil der Bevölkerung – ich sag mal – ist anfällig für Facebook oder erliegt dieser Internet-Mechanik, bestimmte Sachen nur noch in Statusmeldungen zu lesen. Dadurch wird zum Glück nicht weniger gelesen, sondern eher noch mehr. Das wiederum ist eine Chance für uns, unseren Lesestoff den Leuten näher zu bringen: Unsere Zeitungsartikel, die wir ja sowieso machen, in dieses neue Leseverhalten der Menschen unterzubringen, versuchen wir ganz intensiv. Da sind wir nicht allein, das machen die Kollegen im Grunde aller Zeitungen. Man versucht, über den Kanal Facebook die Leute zu animieren, auf das eigene Angebot zu kommen.

Sascha Borowski: Ich möchte Marcus Schwarze zustimmen. Was mir in den letzten Monaten gar nicht gefällt, ist dieses Totreden der Zeitung. Ich denke, wir müssen zunächst einmal definieren, was heißt denn Zeitung heute für uns. Zeitung ist doch, das hat immer mein alter Chefredakteur so schön gesagt, Print und Online. Es geht darum, journalistisch relevante Inhalte zu erstellen und die auf den Kanälen den Menschen anzubieten, auf denen sie die journalistischen Berichte konsumieren wollen. Das ist gerade das Spannende, was wir alle probieren. Also, wo werde ich meine relevanten journalistischen Inhalte los. Geht das bei Facebook, geht das über Twitter, geht das über Google+, brauche ich Videos? Wir suchen die Kanäle und schauen, wo sind die Leute, die uns nutzen möchten. Dann müssen wir überlegen, wie wir das Ganze refinanzieren.

Marcus Schwarze: Vielleicht kommt man auch zum Schluss, dass manche Sachen, die auch am Multimedialsten sind, wie das Video, gar nicht die Sachen sind, die die Menschen wollen oder von uns erwarten. Vielleicht hier und da das Video von dem spektakulären Unfall oder das Video vom schönen Weinfest, bei dem eine prominente Band aufgetreten ist. Aber vielleicht nicht vorgelesene Nachrichten eines Nachrichtensprechers oder eines Redakteurs vor einem Bildschirm. Man muss genau draufgucken, was kommt an und was nicht. Wenn wir feststellen, Facebook kommt an – ich wäre nie auf die Idee gekommen, unseren Content bei einem amerikanischen Unternehmen kostenlos anzuteasern – dann muss ich da mit meinen Inhalten hin. Meine Aufgabe ist es, auf Bildschirme zu kommen. Ob das das Handy ist oder am Arbeitsplatz der Second Screen hinter dem Exceldokument oder ob es künftig der Second Screen ist namens Fernseher – ich muss mit meinen Inhalten da hin, wo die Leute sind. Das ist im Augenblick ganz stark Facebook. Das ist demnächst vielleicht noch stärker Twitter. Vielleicht künftig etwas weniger „Wer kennt wen“.

Markus Hofmann: Ich kann das, was Marcus Schwarze gesagt hat, nur unterstreichen und die Frage, brauche ich ein Video in der iPad-App. Kein Nutzer hat zum Start unserer iPad-App moniert, dass wir ohne Videos an den Start gegangen sind. Das scheint in der Tat nicht das zentrale Nutzungsbedürfnis zu sein. Wir haben jedoch festgestellt, es gibt eine sehr große Nachfrage, die Zeitung schon am Vorabend zu lesen. Was von dem einen oder anderen Nutzer auch angemerkt wurde, war, die iPad-App als Archiv nutzen zu können. Die Leser wünschen sich eine Suchfunktion, um alte Ausgaben durchsuchen zu können, die wir bisher nicht bieten.

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Spezial-App schlägt Zeitungs-App, könnte Lokaljournalismus refinanzieren

Dosentelefon: Machen wir ein kleines Gedankenexperiment: Es ist angeklungen, dass Digital und Print verschiedene Ausgabekanäle sind, dass die Nutzer nicht unbedingt Videos in ihrer App erwarten, aber eine Suchfunktion. Lokalzeitungen bewerten zum Beispiel Restaurants, haben einen Anzeigenmarkt oder Veranstaltungstipps. Wenn ich die digitale Ausgabe auf meinem iPad habe, sehe ich die Veranstaltungstipps so, wie sie auch gedruckt sind. Ich kann nicht in meiner App sagen: „Mich interessieren Jazz-Sachen“. Also kann ich in der App direkt nach Jazz selektieren. Oder ich bin in der Stadt und sage: „Ich habe Hunger, zeige mir doch die Resaturants an, die meine Lokalzeitung bewertet hat.“ Wäre das nicht eine Ausbaustufe der App – einerseits eine Servicefunktion im digitalen Angebot und andererseits verknüpft mit redaktionellem Content, Markus Hofmann?

Markus Hofmann: Eher nein. Ich bin der Meinung, dass in einer digitalen Welt die Spezialwerkzeuge den Alleskönnern überlegen sind. Die Zeitung ist ein Alleskönner. Eine Zeitung hat Kleinanzeigen, den Wetterbericht, die Lottozahlen, einen Sportteil. Ich würde immer das Spezialwerkzeug Eventportal, das Spezialwerkzeug Gastro-App isoliert präsentieren – außerhalb des Produkts journalistische Zeitung.

Sascha Borowski: Ich stimme zu. Ja und nein. Wir müssen als Verlage überlegen, womit wir in Zukunft Geld verdienen können. Ich muss schauen, sind es die journalistischen Inhalte, ist es die super recherchierte Geschichte aus dem Altenheim oder dem Sozialheim. Kann ich damit Geld verdienen? Oder kann ich Geld verdienen mit einer Gastro-App? Und da werde ich mich dann breiter aufstellen müssen. Vielleicht ist es so, dass die Zeitung auf diese oder jene Art Geld verdient. Das ist doch die spannende Entwicklung in diesen Tagen, dass wir uns breiter aufstellen.

Marcus Schwarze: Wir stehen doch noch ganz am Anfang, was die Zugänglichmachung von Informationen angeht. Also, dass ich auf dem Handy sehen kann, was ist in dieser Straße, in der ich mich gerade bewege, spannendes passiert. Oder ist hier irgendwo ein spannender Ort, den ich mal besuchen sollte, weil ich hier neu in der Gegend bin? So etwas gibt es von deutschen Zeitungen, glaube ich, noch nicht so, wie man sich das mittlerweile vorstellen kann, wenn man Google etwas weiter erkundet hat. Die Amerikaner machen es uns vor, mit welchen Mitteln und Wegen man neue Informationsvermittlung starten kann. Wenn ich an diesen Dienst denke, geofeedia.com, wo ich auf einer Landkarte mich einzoomen und feststellen kann, welche Fotos wurden über Instagram an dieser Stelle gerade veröffentlicht. Immer, wenn irgendwo ein großes Ereignis ist, sei es beim Super Bowl, kann ich zu geofeedia gehen und finde dort die Fotos von Teilnehmern des Super Bowls, die irgendwo im Netz veröffentlicht wurden, sei es nun auf Flickr, Instagram oder sonst wo. Das sind neue Wege, die wir als Zeitung noch nicht so richtig ausgeschöpft haben, die wir uns einfach nur abgucken müssen. Man muss das Rad auch nicht immer wieder neu erfinden.

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Digitalabos sollen Rückgänge beim Printabo kompensieren

Dosentelefon: Es kam gerade eine Frage rein, die sich auf „Zeitung ist Print und Online“ sowie aufs Geldverdienen bezieht: Wie entwickeln sich die Printabos bei Euch? Und meine Anschlussfrage: Versucht Ihr mit den ePapern erfolgreich der eventuell abwärtsgerichteten Entwicklung gegenzusteuern, Markus Hofmann?

Markus Hofmann: Die Auflagezahlen der Badischen Zeitung entwickeln sich wie die der meisten Regionalzeitungen in Deutschland: Es geht leicht bergab, Rückgänge von ein bis zweieinhalb Prozent pro Jahr. Natürlich sollen die elektronischen Abos dies kompensieren. Wir sind seit drei Wochen mit unserem digitalen Abo auf dem Markt. Wir hatten natürlich vorher auch ein ePaper, das wir nicht so offensiv beworben haben. Wir sehen jetzt, dass wir mit der iPad-App eine neue Zielgruppe erreichen können, und hoffen, dass diese digitalen Abos den Rückgang der gedruckten Zeitungen kompensieren können.

Sascha Borowski: Wir setzen verstärkt auf Bundles, z.B. mit dem iPad oder dem ePaper zusammen. Wir sind eine große Kampagne letztes Jahr gefahren, die wirklich sehr gut ankam. Der Bedarf, meine gewohnten journalistischen Qualitätsinhalte zu bekommen, aber vielleicht auf einem anderen Medium, ist offensichtlich da. Wir haben wie sämtliche Regionalzeitungen einen leichten Aboverlust, den wir auch zu kompensieren versuchen. Wenn ich eine neue Zielgruppe schaffe zu erreichen, indem ich sage: „Du bekommst das ePaper, weil du es nicht mehr gedruckt haben möchtest“ – dann soll es so sein.

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Lokale Blogs können relevante Stimme im Lesermarkt bilden

Dosentelefon: Ihr habt viel darüber berichtet, wie Ihr Twitter nutzt – zur Themenfindung und auch zur Berichterstattung. Es kam noch eine Frage aus dem Web: Seht Ihr Blogs mit Lokalberichterstattung als Konkurrenz oder als Ergänzung oder tangieren die Euch gar nicht, Marcus Schwarze?

Marcus Schwarze: So viele Blogs, die sich dem Lokalen widmen, gibt es ehrlicherweise nicht. Natürlich hat jeder die Chance, sich im Blog zu lokalen Ereignissen zu äußern. In Dortmund sieht man gerade, wo die Westfälische nicht mehr so erscheint, wie sie bisher erschienen ist, wie auf einmal ein Blog prominent über Lokales berichten will. Das sehe ich sehr interessiert. Die Frage ist, wie viel die liefern können. Man muss sich das vor Augen führen, wie viel Text die Zeitungen täglich im Lokalteil haben. Das ist ja nicht so, dass einmal die Woche ein großer Text über die Gemeinderatssitzung stattfindet, sondern jeden Tag sechs, acht, zwölf Seiten. Die muss man erst einmal füllen. Das ist von einem Blog vielleicht nicht so leicht zu schaffen. Da müssen schon viele Leute dahinter stecken.

Markus Hofmann: Ich denke, die Lokalzeitung sollte die Bedrohung von Lokalblogs auf dem Lesermarkt nicht unterschätzen. Eine Handvoll junger Journalisten oder Studenten mit Leidenschaft im Pinsel ist schon in der Lage auf dem Lesermarkt eine relevante Stimme im Netz zu bilden – in kurzer Zeit und mit geringem Kommunikationsbudget. Wenn es allerdings an die Refinanzierung solch eines Angebots geht, da braucht ein lokales Blog Stehvermögen und einen langen Atem, um dauerhaft, kontiniuierlich, zuverlässig als Konkurrenz für ein professioneles Medienhaus bestehen zu können.

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Zukunft von Lokaljournalismus hängt von Veränderungswillen und Geschäftsmodellen ab

Dosentelefon: Es gäbe noch Stoff für viele Stunden Diskussion. Wir haben das ganze Thema Print meistens nur gestreift, was sicher auch daran liegt, dass Ihr drei Onliner seid. Das wäre vielleicht ein Thema für ein Folge-Hangout on Air. Wir müssen allmählich zum Ende kommen. Unsere Schlussfrage: Macht Ihr Euch Sorgen oder sagt ihr Lokalzeitung geht jetzt erst richtig los?

Sascha Borowski: Ich würde mir Sorgen um die Lokalzeitung machen, wenn die Zeitung nicht bereit wäre sich zu ändern. Ich glaube, wir drei als Beispiel sind bereit uns zu verändern. Wir probieren viel, suchen neue Wege, neue Zielgruppen zu erreichen. Wir versuchen das Ganze zu monetarisieren. Wir wissen am Anfang und am Ende steht der gute Journalismus. In die Richtung wird es gehen. Wenn Journalisten weiter guten Journalismus machen und diesen auch finanzieren können, ist mir nicht bange um die Zukunft.

Markus Hofmann: Mir ist überhaupt nicht bange um die Zeitung als publizistisches Konzept, als jemand, der für mich die Welt sortiert, strukturiert, als Stimme im Diskurs, als jemand der auch einen nachdenklichen Journalismus betreibt. Egal, ob gedruckt oder in einer digitalen Welt. Wir sind dabei, das Geschäftmodell der Zeitung in dieser digitalen Welt neu zu finden. Ich freue mich riesig darüber, daran mitgestalten zu können, und bin sehr zuversichtlich, dass uns das auch gelingen wird.

Marcus Schwarze: Ja, mir ist bange. Ganz ehrlich. Das liegt nicht daran, dass wir einen Mangel an gutem Journalismus haben oder dass sich der Journalismus verändert und wir da möglicherweise nicht schnell genug nachkommen. Sondern mir ist bange, weil die Geschäftsmodelle noch nicht erfunden sind. Wenn ich sehe, wie viel Lesestoff in die Statusmeldung von Facebook wandert, dass die Leute zwar bei mir auf die Seite kommen, aber ich dort das nicht wirklich wieder zu Geld mache, um das Gehalt der Mitarbeiter oder die Technik zu bezahlen, dann ist mir tatsächlich bange. Man muss ganz andere Modelle entwickeln, die vielleicht etwas weniger mit Journalismus zu tun haben, aber den Lokaljournalismus stützen. Dass man möglicherweise mit Veranstaltungen in der Gemeinde oder in der Stadt etwas Neues schafft, was es vorher noch nicht gegeben hat, oder dass man ganz stark darauf setzt, jede Münze umzudrehen, die Online zu holen ist: Das Thema Paywall würde wahrscheinlich wieder eine ganze Sendung füllen, aber die Bezahlschranke ist etwas, was uns nicht retten wird, aber was wir auf jeden Fall einführen müssen und werden. Auch das ist wieder ein kleiner Anteil, der dafür sorgt, dass wir den Lokaljournalismus etwas länger erhalten. Fazit: Mir ist zwar bange, aber wir sehen nicht tatenlos zu.

Dosentelefon: Schönes Schlusswort. Vielen Dank, Sascha, Markus und Marcus! Vielen Dank fürs Zuschauen!

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 >> Storify: Tweets zum Hangout on Air „Zukunft des Lokaljournalismus“ – #lokaltalk

 

Blogbeiträge auf dosentelefon.eu zu „Hangouts on Air“:

Ein Gedanke zu „Zukunft Lokaljournalismus: Hangout on Air zum Nachlesen

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