Leistungsschutzrecht – was nun?

Das hier ist ein kurzer Post, der auf einen FAZ.de-Beitrag verlinkt. Noch bis vergangenen Sonntag hat man so was schnell mal gemacht. Doch jetzt? Jetzt weiß man, dass das Leistungsschutzrecht kommen soll, das Verlagen – und den Autoren, oho! – Anteil an den Einnahmen garantieren soll, die Websites generieren, die Inhalte im Web verbreiten. Gemeint sind Suchmaschinen und Aggregatoren – genauer: Google. Aber was ist mit kleinen Blogs wie diesem? Muss ich auch zahlen? Und warum? Dafür, dass ich mit meinen bescheidenen Mitteln helfe, dass der FAZ-Beitrag geklickt wird? Warum betreiben eigentlich alle Verlage intensives SEO, wenn sie das, was Google (und ja, auch Bing und Yahoo) machen, gar nicht wollen? Nämlich das Listen der Beiträge, damit der User auf die Artikel auf den jeweiligen Portalen kommt. Man kann über Google vieles sagen, die neuen Datenschutzregeln, die das Unternehmen seinen Nutzern aufdrückt, sind durchaus bedenklich. Aber dass Google sich auf Kosten der Contentlieferanten bereichern würde, das ist schlichtweg falsch. Die Verlage könnten ja einfach erklären, dass ihre Beiträge von Google nicht mehr indiziert werden sollen. Und schon wäre das Problem gelöst. Traffic hätten sie dann aber auch deutlich weniger. Und damit weniger Anzeigenerlöse. Sascha Lobo hat bei SPON Richtiges zum Thema geschrieben.

Hier übrigens ein interessantes Interview mit Eric Schmidt von Google, auch bei der FAZ. Schmidt macht jetzt Lobbyarbeit, sagt aber trotzdem Dinge, über die es lohnt, nachzudenken.

Ein Gedanke zu „Leistungsschutzrecht – was nun?

  1. Hallo Christoph,

    wie wahr! Mit den Bezahlschranken, die einige Verlagshäuser wieder einführen, schließen sie Google & Co erstmal aus. Dadurch haben die Websites weniger Traffic und weniger Anzeigenerlöse. Also schaffen die Portalbetreiber wieder Wege, Google & Co. kostenlos auf die Seiten zulassen und User kostenpflichtig. Nun sollen die Suchmaschinen zahlen, vielleicht auch Blogger, damit potentielle Kunden auf die Seiten kommen? Schon komisch. Das können wir demnächst mal thematisieren. 🙂

    Viele Grüße
    Marcus

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