Mobile User fordern Verlage heraus

Mobile Webseite: Mehr Verlags-Reichweite“ titelte Beyond Print am 23.03.2012. Es geht darum, dass die Deutschen zunehmend mobil mit Smartphones und Tablet-PCs unterwegs sind. Damit nun Verlage von dieser Entwicklung profitieren, müssten sie in die Online-Angebote investieren, um den unterschiedlichen Anforderungen der mobilen Endgeräte gerecht zu werden. „Viele Verlage setzen dabei ausschließlich auf eigenständige Apps und damit vielleicht auf das falsche Pferd“, heißt es.

Potenziale der Apps erst einmal richtig nutzen

Sie satteln das Pferd falsch, meine ich. In meinem Beitrag „Print gegen digital“ kritisiere ich, dass Medien-Apps meist nur die Printausgabe eins zu eins abbilden. Je nach Umsetzung kann eine Ausgabe bis zu 500 MB groß werden; ist sie für das neue iPad mit Retina-Display optimiert, könnten es auch bis zu 2 GB werden! Das ist nicht der Sinn einer App! Kurzum: Ich möchte meinen Infokonsum mit Lösungen befriedigen, die mein mobiles Endgerät optimal unterstützt. Das sind nun mal Apps!  Deren Produktion ist für die verschiedenen Endgeräte natürlich noch teuer.

User lieben Apps

Ich stehe mit meinem Verlangen, gute Apps haben zu wollen, nicht alleine da. Laut Beyond Print sind Apps bei den Benutzern sehr beliebt. Weitere Vorteile der App seien leichter Vertrieb über den App-Store und Usertreue (kein einfacher Wechsel zu anderen Inhalten).

HTML5 macht mobiles Surfen zum Genuss

Rettung für die Verlage könnte das responsive Webdesign bringen, das auf  die Kombination von HTML5, CSS und Javascript zurückgreift. Diese Technologie ermöglicht eine optimale Auslieferung der Webseite für die unterschiedlichen Displaygrößen der mobilen Endgeräte. „Der größte Vorteil der mobilen Seiten liegt in ihrer Reichweite. Sie sind mit jedem Gerät […] über den Browser erreichbar“, heißt es im Beitrag.

Natürlich nutze ich auch meinen mobilen Browser hin und wieder, beispielsweise um etwas zu suchen. Dann ist es natürlich sehr sinnvoll, wenn die Websites optimal auf dem Endgerät ausgeliefert werden. Hierfür bieten HTML5 & Co. viele Möglichkeiten.

Fazit: App & HTML5

„Vielmehr kann es sinnvoll sein, beide Wege parallel zu beschreiten“, lautet für mich das Fazit des Beyond Print-Beitrags. Es gilt auch dann für Verlage, die Technik für mobile Websites richtig zu nutzen! Daran denken, dass ich mobil anders konsumiere! Keine eins zu eins Print-Abbildungen, keine PDFs!

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