Sie haben online gekauft? Selbst schuld

Ich habe endlich DSL. Hallelujah! Hat ja auch nur alles zusammen vier Monate gedauert. Und bei der Telekom von Bestellung bis Freischaltung 23 Tage. Ohne Anna aus dem Team von Telekom_hilft hätte es noch viel länger gedauert. (An dieser Stelle ein tief empfundenes Dankeschön! an Anna).

Aber der Spaß ging ja auch nach dem Technikerbesuch weiter. Ich brauchte den Router der Telekom, weil der O2-Router natürlich nicht kompatibel ist. Also gehe ich heute in den Telekom-Shop bei mir in Kirchzarten. Dort entspinnt sich nach 10 Minuten Wartezeit (am Samstag nur zwei Leute in den Laden zustellen, wenn jeder kommt, der unter der Woche keine Zeit hat: Tolle Idee!) folgender Dialog.

Ich: „Hallo, ich bin Neukunde, ich brauche einen Speedport.“

Verkäufer: „Gut, da nehmen Sie den Speedport W732, kostet 129,99.“

Ich: „Na gut. Bei O2 gabs den Router gratis zum Vertragsabschluss.“

Verkäufer: „War aber sicher auch das Einzige, was bei O2 funktioniert hat…“

Ich: „Nein, auch sonst war alles wunderbar.“

Verkäufer: „Wo haben Sie denn den Anschluss bestellt?“

Ich: „Im Online-Shop.“

Verkäufer: „Haben Sie davon irgendwelche Vorteile, oder warum haben Sie online gekauft?“

Ich: „Weil ich grad online war.“

Verkäufer: „Hätten Sie bei mir bestellt, hätten Sie den Router für 79 Euro bekommen.“

Ich: „Toll, dass einem im Online-Shop das nicht auch angeboten wird. Ich erwarte von der Telekom, dass auf allen Kanälen derselbe Service geboten wird.“

Verkäufer: „Nein, das geht nicht. Besser ist es im Laden, dafür sind wir Händler da. Es geht nicht alles so über das Internet.“

 

Toller Service, toller Verkäufer. Ob es wirklich sinnvoll ist, Neukunden zu beschimpfen, weil sie online gekauft haben, was er im Laden anbietet, weiß ich nicht. Ich weiß nur eins: ich geh nie wieder hin. Und falls es in Kirchzarten Menschen gibt, die in einen Telekom-Shop müssen: Geht nach Freiburg, dort weiß man eher, was Multichannel heute heißt. Kirchzarten ist eben doch ein Dorf.

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