Schlagwort-Archive: digitalisierung

Lasst das gedruckte Buch sterben

Lasst das gedruckte Buch und die gedruckte Zeitung sterben!

Ein Buch oder eine Zeitung transportieren einen bestimmten Inhalt, der für die Leser wesentlich ist. Deshalb kann man diesen Inhalt auch digital übertragen und seine gedruckte Verpackung endlich aufgeben! Lasst das gedruckte Buch und die gedruckte Zeitung sterben! weiterlesen

Von der Ignoranz deutscher Feuilletonisten

Mich hat die sogenannte Debatte über die „Digitale Demenz“ ja sehr enttäuscht. Nicht, weil alle geschrieben haben, wie schlecht das Buch von Manfred Spitzer ist und wie unredlich seine Argumentation, denn damit haben sie Recht. Sondern, wie sehr sich alle der Diskussion über das verweigert haben, was da eigentlich zum Ausdruck kommt: Die Angst nämlich vor der Digitalisierung und deren Folgen. Die sind ja auch umfassend. Die Digitalisierung lässt uns heute anders Musik hören, Nachrichten konsumieren, miteinander kommunizieren – und sie verändert die Art, wie viele von uns arbeiten (müssen). Das ist für viele Menschen nicht so einfach nachzuvollziehen wie für die, die sich als selbsternannte Elite aufspielen und auf die Doofis runterblicken, die das Internet noch ausdrucken. Von der Ignoranz deutscher Feuilletonisten weiterlesen

Digitale Demenz: Was jetzt wichtig wäre

Die Diskussion über Manfred Spitzers „Digitale Demenz“, die keine war, weil beide Seiten keinerlei Interesse an den Argumenten der Gegenseite hatten und haben, hat für mich vor allem eines gezeigt: Während ein Teil der Gesellschaft das Internet im Speziellen und die Digitalisierung im Allgemeinen enthusiastisch begrüßt, lehnt ein anderer Teil beides ab bzw. sieht fast ausschließlich Risiken. Und zwischen beiden Seiten ist quasi keine Verständigung möglich. Digitale Demenz: Was jetzt wichtig wäre weiterlesen

Wir Waldaffen

Es ist faszinierend: Die Digitalisierung, das Internet sind Projektionsfläche und Erklärungskrücke für alles mögliche. Wer die Welt kurz vor dem Zusammenbruch sieht und vor dem Untergang in einem kulturkritischen Essay noch einmal schnell erklären möchte, warum alles zu Ende geht, der findet den Grund in der Digitalisierung. Weil wir Smartphones nutzen, können wir uns nichts mehr merken. Weil wir Google nutzen. eignen wir uns keine Allgemeinbildung mehr an. Weil es Facebook gibt, werden wir alle zu oberflächlichen Exhibitionisten. Und überhaupt könne keiner mehr Texte lesen, die länger seien als zwei Zeilen, und alles werde zu Porno. Wir Waldaffen weiterlesen

Digital dement – und glücklich

Zurückgekehrt aus einem wunderbar erholsamen Urlaub in der Lüneburger Heide (ja, dort ist es wirklich schön) ohne Möglichkeit, mobil oder sonstwie ins Web zu gehen (das IST wirklich sehr erholsam, Urlaub wie früher), wollte ich mich an einen lustigen Post setzen, um als digital Dementer Herrn Manfred Spitzer zu antworten. Etwa, dass ich froh bin, dass in meinem Bücherregal endlich wieder Platz ist, weil ich die 25 Bände Lexikon in den Keller stellen konnte dank Wikipedia. Oder dass mir mein Hochzeitstag bekannt ist, obwohl ich ein Smartphone habe. Viele Sachen wollte ich schreiben, doch dann habe ich Gunnar Sohns schönen Post gefunden. Und muss gar nichts mehr sagen. Danke dafür!

„Was sich nicht verteilt, ist tot“

Das sagt der Medienwissenschaftler Henry Jenkins vom MIT in einem spannenden Interview mit sueddeutsche.de. Was heißt „Digitalisierung“ eigentlich? Und was bedeutet die Zusammenarbeit im Social Web für die Art und Weise, wie sich Informationen verteilen, wie Themen öffentlich behandelt werden? Diesen Fragen geht das Interview nach. Wichtig scheint mir folgende Antwort auf die Frage, an welchem Punkt in der Entwicklung wir momentan stehen: „Ganz am Anfang des Moments, in dem die Öffentlichkeit eine immer größere Rolle spielen wird.“ Wir können hute allenfalls erahnen, was in wenigen Monaten, von Jahren ganz zu schweigen, sein wird. In jedem Fall aber gilt: „Wir erleben eine Neuverteilung von Aufmerksamkeit“, wie Jenkins betont. „Was sich nicht verteilt, ist tot“ weiterlesen

Ich will ein Benjamin-T-Shirt, und das blöde Urheberrecht verbietet es mir

Franziska Bulban erzählt auf Zeit Online eine ergreifende Geschichte: Wie sie versuchte, für ihre Freundin ein T-Shirt mit einem von ihr bearbeiteten Foto von Walter Benjamin zu bedrucken. Das Foto ist von der Fotografin Germain Krull, die Rechte an dem Kunstwerk liegen beim Museum Folkwang in Essen. Langer Rede kurzer Sinn: Aus Angst vor einem Urheberrechtsverstoß lässt sie das Bedrucken des T-Shirt, und stellt am Ende fest: Nun habe sie ein Problem mit Regeln. Ich will ein Benjamin-T-Shirt, und das blöde Urheberrecht verbietet es mir weiterlesen