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Was ist so verwerflich an Buchverlagen?

Verwertungsindustrie – das klingt irgendwie schmutzig, so wie Atomlobby oder Müll-Mafia. Doch was haben beispielsweise Buchverlage gemacht (und machen es noch)? Sie nehmen Manuskripte an, von denen sie glauben, dass sie ein kommerzieller Erfolg werden oder zumindest die Kosten für die Produktion eines Buchs einspielen (viele Verlage nehmen auch Manuskripte an, von denen sie wissen, dass sie es nicht tun, einfach, weil sie etwa die Gedichte einer Lyrikerin so gut finden, weil solch ein Gedichtband in die Verlagslinie passt, manchmal auch, weil der Unternehmensinhaber, die Unternehmensinhaberin einfach hoffnungslos z.B. der Lyrik verfallen ist). Und dann investieren Verlage in ihre Autoren: Sie geben ihnen LektorInnen an die Hand, die ein gutes Manuskript richtig gut machen, sie organisieren und finanzieren Druck, Titelgestaltung, Vermarktung und Vertrieb. In der Regel zahlen sie den Autoren einen Vorschuss auf die zu erwartenden Erlöse und beteiligen die Autoren an den Verkaufserlösen. Natürlich erhält der Autor nicht die kompletten Erlöse, denn wie gesagt: der Verlag hat ja in das Buch investiert. So ganz sehe ich nicht, was an diesem Geschäftsmodell verwerflich sein soll oder ausbeuterisch. Was ist so verwerflich an Buchverlagen? weiterlesen