Von der Vergeblichkeit, einen Festnetzanschluss zu bekommen, Teil II

Seit ungefähr 12 Wochen warte ich darauf, einen Festnetz- und DSL-Anschluss zu bekommen. Erst hieß es, das Haus sei nicht versorgt (was nicht stimmte), dann, nach einem Schreiben an René Obermann, den Telekom-CEO, auf das es nie eine Antwort gab, war das Haus auf einmal doch versorgt, und ein Techniker kam, der den Anschluss meiner Vermieterin, die im selben Haus wohnt, freischaltete (ich gönne ihr das). Ich selbst, Kunde bei O2, bekam von meinem Anbieter nur eine E-Mail, in der stand, die Deutsche Telekom melde alle Leitungen als belegt. Und ich solle mir doch den Surfstick kaufen (den ich seit 3 Jahren habe). Telefonische Rückfragen ergaben: O2 kann mich nicht bedienen, ich solle doch zur Telekom wechseln. So enden langjährige Geschäftsbeziehungen, ganz unsentimental.

Also habe ich bei der Telekom einen Anschluss bestellt. Aber die Telekom braucht keine Neukunden. Und so kriege ich nun jeden Tag bis zu drei Briefe, datiert auf jeweils andere Tage, in denen steht, wegen „technischer Arbeiten im Anschlussbereich, die leider umfangreicher als gedacht“ seien, verzögere sich die Ausführung des Auftrags. Und der Brief nennt jeweils das Datum der Erstellung als Datum der Ausführung des Auftrags. Zugestellt wird der Brief dann drei Tage später. Es ist vollkommen absurd. Vor allem, weil die „umfangreicheren technischen Arbeiten“ darin bestehen, dass ein Fernmeldetechniker vorbeikommen müsste, um den Anschluss in geschätzt 5 Minuten freizuschalten.

Also habe ich im Call-Center angerufen. Da kann man mir helfen, weil ich schon eine Kundennummer habe, obwohl es noch keine verbindliche Auftragsbestätigung gibt. Aber immerhin. Nur: Helfen kann mir da keiner, denn das wahre Problem sind „Ressourcenprobleme“. Das heißt: Die Telekom hat einfach zu wenige Techniker, die rausfahren könnten, um Kunden zu helfen. Und so warte ich weiter. Vielleicht klappt es ja bis zum Jahreswechsel, damit ich meinen Verwandten ein frohes Jahr 2013 wünschen kann.

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