Wie wäre es, wenn Gott heute Mensch wird?

Engel haben die Aufgabe, den Menschen zu verkünden, dass der Messias, der Retter der Welt, geboren ist. Sie programmieren ein harmloses Virus, das auf Computern und Mobiltelefonen die Nachricht auswirft: „Der Messias ist geboren. Mehr unter: schau.in/messias in 77 Sprachen.“

Weihnachten

Software-Häuser wie Kaspersky, Symantec und Co. stufen das Computervirus als harmlos ein. Sie programmieren jedoch sogleich ein Antivirus. Das eliminiert auf zahlreichen Computern, Smartphones und Tablet-PCs die friedliche Nachricht.

Pentagon misstraut

Das Pentagon traut dem Frieden nicht: Hinter dem Virus steckten Terroristen, heißt es. Auch andere militärische Dienste weltweit teilen die These. Ein Indiz soll der 4. Juli sein, der Tag der US-amerikanischen Unabhängigkeit, seitdem sich das Virus mit der frohen Botschaft munter verbreitet.

Zahlreiche Regierungsvertreter sagen, die Sicherheit der gesamten westlichen Welt stehe auf dem Spiel. Sie begründen die Gefahr damit, dass Weihnachten am 25. Dezember gefeiert wird, nicht am 4. Juli.

Nacktscanner versagen

Die Sicherheitsbehörden verlassen sich daher nicht mehr auf die Nacktscanner, die zum Teil auf Flughäfen eingesetzt werden. Auch die Nacktscanner könnten durch das Computervirus infiziert sein, sagen Experten. So tasten Sicherheitsleute weltweit die Reisenden ab.

Das Mitführen von elektronischen Geräten im Handgepäck ist strengstens verboten. Fachleute halten es für möglich, dass Computer und auch Mobiltelefone durch die Codierung „Messias“ explodieren können. Verantwortlich dafür soll ein Transistor sein, der in den meisten Kommunikationsgeräten eingebaut ist und inzwischen ausschließlich in Asien produziert wird.

Vatikan alarmiert

Wikileaks, die Enthüllungsplattform im Internet, veröffentlicht 144 Depeschen. Aus ihnen geht hervor, dass sich Politiker und Vertreter verschiedener Religionen weltweit besorgt zur angeblich frohen Botschaft äußern. Selbst Vertreter des Vatikans vermuten, dass hinter dem Virus religiöse Fanatiker stecken. Die Schweizer Garde, die den Vatikan sichert, ist ebenfalls in Alarmbereitschaft. Touristen und Gäste dürfen – wie in Flugzeugen – keine mobilen Telefone und Computer auf das Gelände des Vatikans mitnehmen.

Weihnachten: Krippenfigur

„Wir suchen Jünger“

Die Presse nutzt die öffentliche Aufregung, um Druckauflagen, Webseitenaufrufe und Zuschauerzahlen zu steigern. So lauten Schlagzeilen: „Elvis lebt“, „Michael Jackson, der Prophet Gottes?“ oder „Steve Jobs is back“. Schnell entsteht eine international produzierte und ausgestrahlte Casting-Show: „Wir suchen die Jünger des Messias. Religiöses Wissen nicht nötig.“

Islamisten ängstigen

Islamistischen Vereinigungen kommt die Spekulation entgegen, dass sie das Messias-Virus programmiert haben sollen. Sie bekennen sich über Social Media wie Facebook, Twitter und Xing zum Virus, nicht zum Retter der Welt. Um weiter Angst zu schüren, setzen sie das Gerücht in die Welt, der Messias sei auf islamischem Boden geboren worden.

Christliche Eltern fanatisch

Unterdessen sind Wissenschaftler der Nachricht nachgegangen. Tatsächlich ist ein Kind in Schweden auf die Welt gekommen, wie es auf der Webseite schau.in/messias steht. Das neugeborene Mädchen sei kern gesund und verfüge über nicht mehr Fähigkeiten als andere Neugeborene, heißt es im Untersuchungsbericht. Sie vermuten, dass die für unfruchtbar gehaltenen Eltern das Virus programmierten — aus Freude darüber, dass sie nun doch ein Kind gezeugt haben. Auch Vertreter der christlichen Kirchen mutmaßen, die sehr gläubigen Eltern nähmen die biblische Überlieferung zu wortwörtlich.

Engel verzweifeln

Die Engel sind verzweifelt. Wie sollen sie den Menschen bloß die frohe Botschaft verkünden? Gott tröstet seine Engel: „Schon vor gut 2.000 Jahren war es sehr schwer, den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu bringen. Es ist nicht einfacher, auch nicht schwieriger, nur anders geworden. Habt Geduld.“

>> Zu den Weihnachtsgrüßen
>> Digitalfotos von einer Krippe

 

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