XY-ungelöst: Uni „Spamprojekt“ gesucht

Anfang/Mitte 2000 hat eine deutsche Universität eine Art Spambots eingesetzt, um damit auf Webseiten Fakeprofile anzulegen. Soweit ich mich erinnere, war das Ziel dieses Projekts, möglichst viele wertlose personenbezogene Daten auf registrierungspflichtigen Webangeboten anzulegen, um so Userprofilgruppen zu verwässern. Das Projekt war in meiner Erinnerung so ausgelegt, dass man Profile für die Bots schaffen konnte, wie Name, Familienstand, Alter, Stadt etc. Mit diesen Profilen ausgestattet grasten die Bots das Web ab und hinterließen so sinnlose Daten.

Spombots für Datenschutz?

Ich vermute, dass das Projekt nicht mehr existiert, weil sich die Betreiber von Webseiten schon seit vielen Jahren gegen Spambots schützen, beispielsweise mit Honeypot. Die Idee ist simple: Kontaktformulare oder Registrierungsseiten locken die Bots in eine Falle, z.B. mit Feldern, die ein menschlicher User nicht sehen und damit auch nicht ausfüllen kann. Bots füllen diese Felder aus. Das System weiß, dass es ein Boteintrag ist und zeigt diesen z.B. nicht an. Der Reiz der Spammer wiederum besteht darin, genau diese Änderungen zu erkennen und zu umgehen.

Das Problem von Spambots besteht vor allem darin, dass sie meist nicht nur ein Profil anlegen, sondern über Fake-E-Mail-Accounts Spam verschicken oder Foren und Kommentarbereiche mit sinnlosen Beiträgen zumüllen.

Recherchen nach Bot-Projekt erfolglos. Wer kann helfen?

Dem Projekt ging’s, soweit ich mich erinnere, eher darum, die massenhaft existierenden Personenprofile zu verwässern. Der Schwerpunkt lag eher auf dem Thema Datenschutz, also nicht auf dem Spammen. Das Projekt existierte vor ca. zehn Jahren, also lange bevor wir von NSA & Co. hörten. Deshalb finde ich es sehr interessant, mehr Infos zu diesem einstigen Projekt zu bekommen:

  • Was für ein Projekt war das?
  • Wer waren die Träger?
  • Welche Ergebnisse sind herausgekommen?
  • Weshalb existiert es nicht mehr?

Meine Webrecherchen waren bislang erfolglos.

Wer kann helfen?

Einfach die Kommentarfunktion nutzen oder per e-Mail an xy@dosentelefon.eu.

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